#sbsmTaalk 20.10. Podiumsdiskussion Programm

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  • Feldzüge, die auf Sprache abzielen – ein #sbsmTaalk

    tja, wenn mensch nicht weiß, dass Klassenkampf zuerst einmal ein Terminus der herrschenden Klasse und ein sozialwissenschaftlicher Begriff ist, dann ist das #failDas wird eine Session, auf die ich mich am #sbsmCamp besonders freue, eine Debatte nur zu den Kampagnen, die auf “Wording”, auf Sprache, auf Sprachbilder und Konnotationen abzielen; eine Diskussion zu Euphemismen und “Killerlabels” vor allem der Wirtschaftselite.

    Feldzug? Tja, auch ein Spiel mit Sprache, da kommt der Begriff der Kampagne her, aus dem französischen und dem Kriegshandwerk. Eine “campagne” ist ein Feldzug, zielorientiert und strategisch geplant, gesteuert, durchgezogen.

    Termin: Donnerstag, 20.10.2011, 09:30

    Wir diskutieren, → wer → warum → wie solche Phrasen wie «sozial ist, was Arbeit schafft» im Zuge einer gezielten Kampagne (Pleonasmus) als möglichst allgegenwärtigen Sermon durchsetzt, mit dem jede Kritik abgeschmettert werden kann, Debatten erstickt und Maßnahmen durchgesetzt werden.

    Was bedeutet es, dass wir nur von “Lohnnebenkosten” reden und nie von den “Warennebenkosten”?
    Wieso werden die ArbeitnehmerInnen, die ihre Arbeitskraft und Arbeit hergeben mit einem Begriff beschrieben, der sie zu “Nehmenden” macht, während die Arbeitgeber eigentlich “nehmen”.
    Minister, Vizekanzler, JournalistInnen gebrauchen mehr oder weniger plötzlich einen neuen, auf der Bildebene sofort Assoziationen evozierenden Begriff, die “soziale Hängematte”. Woher kommt das?

    Wir diskutieren, der Live-Stream wird aufgedreht sein, auf tv.sozialebewegungen.org mitverfolgbar und nach dem Camp als Aufzeichnung aufrufbar.

    ps: in der Zwischenzeit nicht vergessen, «Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s den … gut» ;-)

    Die Aufzeichnung dieses #sbsmTaalks mit Wolfgang Lieb und Jens Wernicke gibt es hier im #sbsmTV-Blog.