Journalismus und Vertretungsrechte

Die erste Podiumsdiskussion auf dem Samstagsprogramm der LiMAwien schließt direkt an das Augustin-Gespräch zu «Recherchen im Maschinenraum des Kapitalismus» an.
Die Journalistengewerkschaft lädt am Sa, 6.10. ab 11.00 im großen HS. III des NIG zu einem Gespräch über «Journalismus, betriebliche und überbetriebliche Vertretungsrechte. Die Situation für Jungjournalist_innen».

Der Druck auf unabhängigen Journalismus, Pressefreiheit und Medienvielfalt in Österreich steigt. Prekäre Arbeitsverhältnisse, unbezahlte Praktika, Arbeitskampf um den Fortbestand branchenweiter Standards, die Unterminierung des Kollektivvertrags für Journalist_innen – all das sind Gründe genug, sich im Betrieb und in der Gewerkschaft zu organisieren. Nicht zuletzt, um nicht in den Redaktionen gegeneinander ausgespielt zu werden.

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Publikumsgespräch mit Ed Moschitz

Mama Illegal - Ein Film von Ed MoschitzDen abschließenden Höhepunkt des langen Samstag, 6.10. LiMAwien-Tags bildet ein Publikumsgespräch mit dem Journalisten und Filmemacher Eduard Moschitz zu «Mama Illegal und die Verantwortung des Journalismus».

Ed Moschitz, der breiten Öffentlichkeit bekannt für seine Reportagen für den ORF Schauplatz, wird im Zuge dieses Publikumgesprächs auch einzelne Ausschnitte aus seinem Dokumentarfilm «Mama Illegal» zeigen, ab 19.00 im großen Hs. im NIG.
«Mama Illegal» ist am 28. September neu in die Kinos gekommen und hat bereits am ersten Wochenende viel Echo, viel Aufmerksamkeit, viel Diskussion ausgelöst. Und der Film verspricht das mit langem Atem weiter zu tun.

Das Gespräch mit Ed Moschitz moderiert Paula Pfoser von MALMOE. Wie wählt ein kritischer Journalist, eine kritische Journalistin ihre Themen, wer redet hier mit? Haben Journalist_innen eine emanzipatorische gesellschaftliche Aufgabe, wie nehmen wir die wahr und wie viel ist davon in der österreichischen Medienrealität zu merken? Wie sieht ein verantwortlicher Umgang von Journalist_innen und Filmemacher_innen mit von ihnen Befragten oder gezeigten Protagonist_innen aus?

Ed Moschitz in einem Interview anlässlich der Fertigstellung von «Mama Illegal»:
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Wie das Internet Journalismus verändert

Initiative für NetzfreiheitAm Samstag, 6.10. ab 17.00 im großen Hs III des NIG am Programm der LiMAwien steht Thomas Lohninger vom AK Vorrat und der Initiative für Netzfreiheit mit dem Fachvortrag mit Publikumsdiskussion «Wie das Internet Journalismus und Mediensystem verändert».

Dieser Vortrag zeigt anhand von zwei netzpolitischen Themen wie die Arbeitsbedingungen von Journalist_innen, Redaktionen und Medienaktivist_innen durch das Internet beeinflusst werden.
… bzw. durch die Regulierung des Internets.

Das Redaktionsgeheimnis und der Informantenschutz sind wichtige Eckpfeiler kritischer Medienarbeit. Dieser geschützte Bereich wird, so wie andere Berufsgeheimnisse auch, durch die Vorratsdatenspeicherung stark in Frage gestellt. Im Vortrag wird dieses Gesetztesvorhaben mit seiner Entstehungsgeschichte, dem Protest dagegen und den Konsequenzen seit dem Inkraft treten des Gesetztes am 1. April 2012 behandelt.

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Workshop über neoliberale Metaphern

Einer der ersten Workshops am Programm der LiMAwien findet am Samstag, 6.10. von 11.00 bis 17.00 im NIG statt, Die Sprache der Krise – die Krise der Sprache.

BEIGEWUMIn diesem Workshop wird der Rolle von Sprach- und Bildpolitiken in der Krisenberichterstattung nachgegangen. Dafür bildet u.a. das aktuelle Beigewum-Buch «Imagine Economy. Neoliberale Metaphern im wirtschaftspolitischen Diskurs» den Hintergrund.
Da geht es zum Beispiel um Metaphern wie “Leistungsträger”, “Exportweltmeister” oder um die der “Schuldenbremse”:
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Vortrag zu Datenjournalismus

Am Samstag, 6.10. um 14.00 im großen Hs III im NIG gibt es den LiMAwien Fachvortrag «Wenn Daten Geschichten erzählen. Was ist dran am Datenjournalismus?».

Seit ein paar Jahren gehört Datenjournalismus zu den gern strapazierten Begriffen im Onlinebusiness. Recherchierte Daten sollen nicht nur den Rohstoff bieten aus denen Journalist_innen schöne Geschichten weben, sondern die (aufbereiteten) Daten selber, sollen die Geschichten erzählen. Am besten in Form von interaktiven Graphiken und Visualisierungen. Wie das geht hat u.a. der Guardian mit dem Data Blog vorgemacht, im deutschsprachigen Raum aber auch zeitonline mit dem Ressort Datenjournalismus oder die Agentur OpenDataCity.

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Workshop: ABC Feministische Medienarbeit

Auf dem Workshop-Programm der LiMAwien, am Samstag, 6.10. von 11.00 bis 16.00 im NIG, steht ABC Feministische Medienarbeit.

Vor fast dreißig Jahren gegründet, sind die an.schläge ein beispielloses Projekt in der deutschsprachigen Medienlandschaft. Das Magazin beleuchtet das aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen aus einer konsequent feministischen Perspektive: Monatlich berichten wir über sozialen Protest und “Politik von unten”, analysieren die Entwicklungen in der neuen Arbeitswelt, nehmen wissenschaftliche Diskurse kritisch unter die Lupe und porträtieren upcoming female Artists aus Kunst & Pop.

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Recherche im Maschinenraum des Kapitalismus

Augustin - Die erste Österreichische BoulevardzeitungAuf dem Programm der LiMAwien an prominenter erster Stelle, und zwar am Samstag, 6.10. von der Eröffnung um 10.00 bis 11.00 im NIG, steht das Augustin-Gespräch zu Recherchen im Maschinenraum des Kapitalismus.

«Raiffeisen wird von ‘Wilderern’ angegriffen», titelte Der Standard vor einem Jahr. Die kleine aber feine Raiffeisen-Jadggesellschaft zweier Journalisten, die mit «publizistischen Mitteln gegen den ökonomischen Analphabetismus» angehen wollen, ausgerechnet in einem Obdachlosenmagazin. Wie gestaltet sich das Recherchieren, wie sieht journalistische Arbeit aus und wie leicht oder schwierig ist das Publizieren, wenn mensch sich mit journalistischer Sorgfalt der Macht des Raiffeisen Konzerns oder von Novomatic usw annimmt?

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ORF_FM – Warum wir protestieren

Im Rahmen der LiMAwien laden ORF_FM, die organisierten Freien im ORF zum «Gespräch über die Situation der Freien beim ORF und der freien Journalist_innen generell». Am Samstag, 6.10. um 15.30 im großen Hs III im NIG.

ORF_FMSeit nunmehr vier Jahren organisieren sich die Freien Mitarbeiter_innen des Österreichischen Rundfunks ORF, um sich über ihre prekäre Situation auszutauschen und darauf aufmerksam zu machen, dass die Honorierung in grobem Missverhältnis zu der von ihnen erbrachten Leistung und der Bedeutung ihrer Arbeit für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk steht. Befragungen der Kolleg_innen haben ergeben, dass die meisten Freien bei eigenverantwortlicher Arbeit zu jeder Tages- und Nachtzeit und egal, ob wochentags, feiertags oder am Wochenende geleistet, bei einer 40 bis 60 Stunden-Woche nur ein Jahresnettoeinkommen von 12.000 bis 14.000 Euro erreichen. Das ist weitab von dem, was angestellten Kolleg_innen laut Kollektivvertrag zusteht und weitab von dem, was ihrer Leistung entspricht.

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Urheberrecht im Digitalen Zeitalter

Diskussionen um das umstrittene ACTA-Abkommen oder die Initiative “Kunst hat Recht” haben die Notwendigkeit einer breiten gesellschaftlichen Debatte zu einem modernen Urheberrecht gezeigt. Die digitale Revolution der letzten Jahre hat die Realität von Medienkonsum und -produktion radikal verändert.

Im Rahmen der LiMAwien laden die IG Kultur und vibe!at, der Verein für Internet-Benutzer in Österreich zum gemeinsamen Gespräch über neueste Entwicklungen im Urheberrecht. Am Samstag, 6.10. um 12.30 im großen Hs III im NIG.

“Heiße Eisen” sind momentan für alle haupt- und freiberuflich journalistisch Tätigen das – vielleicht – kommende Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Deutschland und die zunehmende Schlechterstellung bei der Übertragung von Werknutzungsrechten. Welche Auswirkung wird ein Leistungsschutzrecht auf die tägliche Arbeit und auf die Wahrnehmung von eigenen Urheber- und Werknutzungsrechten haben?

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Medien_Selbst_Reflexion

Radio StimmeAuf dem Workshop-Programm der LiMAwien, das Workshop mit Radio Stimme. Am Samstag, 6.10. um 15.30 im NIG:.

Wie kann kritische Medienarbeit aus einer weißen, akademischen und damit privilegierten gesellschaftlichen Position gemacht werden?

Wir möchten gemeinsam mit anderen linken und emanzipatorischen Journalist_innen und Medienmacher_innen diskutieren, wie vor dem Hintergrund der eigenen gesellschaftlichen Positionierung Macht- und Dominanzverhältnisse thematisiert und kritisiert werden können.

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